1. Was wächst auf unseren Feldern?


🌾 Was ist eigentlich Getreide?
Lotti läuft mit Bauer Benn am Feld entlang. Überall sieht sie hohe Halme mit goldenen Ähren.
"Bauer Benn, was wächst denn hier?"
"Das ist Getreide", erklärt Bauer Benn. "Und davon gibt es ganz verschiedene Arten."
Getreide gehört zur Familie der Süßgräser. Angebaut wird es vor allem wegen seiner Körner. Aus ihnen entstehen viele Lebensmittel, die wir kennen, zum Beispiel Mehl, Brot, Brötchen, Nudeln oder Haferflocken.
Auch für die Landwirtschaft ist Getreide wichtig. Je nach Getreideart und Nutzung können die Körner zum Beispiel als Lebensmittel oder Tierfutter verwendet werden. Nach der Ernte kann außerdem das trockene Stroh der Pflanzen genutzt werden, etwa als Einstreu.
Zu den bekannten Getreidearten gehören Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel und Triticale. Auch Mais gehört botanisch zum Getreide – obwohl seine Pflanze ganz anders aussieht.
❤️ Lotti erklärt
"Getreide ist also nicht nur das goldene Feld, das ich von weitem sehe. An den Pflanzen wachsen Körner – und die können später für ganz unterschiedliche Dinge verwendet werden!"
🟢 Wusstest du schon?
Getreide wird schon seit Tausenden von Jahren von Menschen angebaut. Es gehört bis heute zu den wichtigen Nahrungspflanzen der Welt.
🟡 Lottis Merksatz
Getreide gehört zu den Süßgräsern. Seine Körner liefern uns viele Lebensmittel und können auch als Tierfutter genutzt werden.

🔎 Wie kann ich Getreide unterscheiden?
Lotti schaut sich die Halme ganz genau an.
"Bauer Benn, für mich sieht das alles ziemlich ähnlich aus. Wie erkenne ich denn, welches Getreide vor mir wächst?"
Bauer Benn lächelt. "Da müssen wir echte Getreidedetektive werden!"
Beim Bestimmen schaut man sich mehrere Merkmale der Pflanze an. Besonders interessant sind der Blütenstand, die Grannen und die Körner.
🌾 Ähre oder Rispe?
Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel und Triticale bilden Ähren. Hafer bildet dagegen eine Rispe mit verzweigten Ästen.
🌾 Hat die Pflanze Grannen?
Grannen sind feine, borstenartige Fortsätze. Besonders auffällig sind sie häufig bei Gerste. Wie lang und deutlich Grannen sind, kann aber je nach Art und Sorte unterschiedlich sein.
🌾 Wie sieht die Ähre aus?
Manche Ähren sind eher kräftig, andere schlanker. Auch ihre Form hilft beim Unterscheiden.
🌾 Wie sehen die Körner aus?
Größe, Form und die umgebenden Spelzen liefern weitere Hinweise.
❤️ Lotti erklärt
"Ich darf also nicht nur auf die langen Härchen schauen. Ich muss die ganze Pflanze untersuchen!"
🟢 Wusstest du schon?
Die langen "Härchen", die du an manchen Getreideähren siehst, heißen Grannen.
🟡 Lottis Merksatz
Ähre oder Rispe, Grannen und Körner – mehrere Merkmale zusammen helfen mir, Getreide zu unterscheiden.

🌱 Wie wächst Getreide?
Lotti hält ein kleines Getreidekorn in ihrem Huf.
"Bauer Benn, daraus soll wirklich so eine große Pflanze werden?"
"Genau", sagt Bauer Benn. "Aber dafür braucht sie Zeit und die richtigen Bedingungen."
Zuerst wird das Getreide ausgesät. Liegt das Korn im Boden und bekommt genügend Feuchtigkeit und eine passende Temperatur, beginnt es zu keimen. Eine kleine Wurzel wächst nach unten und ein Trieb nach oben.
Nach und nach entwickelt die junge Pflanze Wurzeln, Halme und Blätter. Später bildet sich der Blütenstand, je nach Getreideart zum Beispiel eine Ähre oder Rispe.
Nach der Bestäubung und Befruchtung entwickeln sich die Körner. Während der Reife verändert sich die Pflanze: Viele Getreidebestände werden zunehmend gelblich bis goldfarben und die Körner verlieren Feuchtigkeit.
Ist das Getreide reif und trocken genug, kann es geerntet werden.
❤️ Lotti erklärt
"Aus einem kleinen Korn wächst also Schritt für Schritt eine neue Pflanze, an der schließlich wieder viele neue Körner entstehen!"
🟢 Wusstest du schon?
Nicht jedes Getreide wird zur gleichen Jahreszeit ausgesät. Manche Arten und Sorten kommen schon im Herbst in die Erde, andere erst im Frühjahr.
🟡 Lottis Merksatz
Säen → Keimen → Wachsen → Blühen → Körner bilden → Reifen → Ernten.


🌱 Wie wächst Weizen?
Lotti betrachtet ein kleines Weizenkorn.
"Daraus wird wirklich eine Pflanze mit vielen neuen Körnern?"
Bauer Benn nickt. "Ja, aber das braucht Zeit."
Zuerst wird der Weizen ausgesät. Mit genügend Feuchtigkeit und passender Temperatur beginnt das Korn zu keimen. Wurzeln wachsen in den Boden und ein kleiner Trieb erscheint.
Die Pflanze bildet weitere Triebe und Blätter. Später strecken sich die Halme und die Ähren werden sichtbar.
Nach der Blüte und Befruchtung entwickeln sich in den Ähren die neuen Weizenkörner. Während sie reifen, verlieren die Körner Feuchtigkeit und das Feld verändert seine Farbe.
Ist der Weizen schließlich reif und trocken genug, kann Bauer Benn ihn mit dem Mähdrescher ernten.
❤️ Lotti erklärt
"Aus einem einzigen kleinen Weizenkorn kann eine Pflanze wachsen, die später viele neue Körner trägt!"
🟢 Wusstest du schon?
Weizen kann als Winterweizen oder Sommerweizen angebaut werden. Winterweizen wird im Herbst ausgesät, Sommerweizen im Frühjahr.
🟡 Lottis Merksatz
Korn → Keimling → Weizenpflanze → Ähre → neue Körner → Ernte.

🌾 Was ist Gerste?
Lotti entdeckt auf dem nächsten Feld lange, feine Grannen.
"Bauer Benn, welches Getreide wächst denn hier?"
"Das ist Gerste", erklärt Bauer Benn.
Gerste gehört zu den Getreidearten und damit zur Familie der Süßgräser. Besonders auffällig sind bei vielen Gerstensorten die langen Grannen an den Ähren.
Gerste kann als Wintergerste bereits im Herbst oder als Sommergerste im Frühjahr ausgesät werden.
Ihre Körner werden unterschiedlich genutzt. Ein großer Teil dient als Tierfutter. Bestimmte Gerstensorten werden außerdem zu Malz verarbeitet. Gerste kann auch direkt als Lebensmittel genutzt werden, zum Beispiel als Graupen.
❤️ Lotti erklärt
"Die langen Grannen sind ein guter Hinweis auf Gerste. Zum sicheren Erkennen schaue ich mir aber immer die ganze Pflanze an!"
🟢 Wusstest du schon?
Gerste gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschen. Sie wird schon seit mehreren Tausend Jahren angebaut.
🟡 Lottis Merksatz
Gerste ist eine Getreideart mit oft auffällig langen Grannen. Ihre Körner können als Tierfutter, für Lebensmittel oder zur Herstellung von Malz genutzt werden.

🌾 Wintergerste und Sommergerste – was ist der Unterschied?
Lotti schaut sich die beiden Gerstenfelder an.
"Bauer Benn, warum wird die eine Gerste schon im Herbst gesät und die andere erst im Frühling?"
Gerste gibt es als Wintergerste und Sommergerste. Der wichtigste Unterschied liegt darin, wann sie ausgesät werden und wie sie sich entwickeln.
❄️ Wintergerste wird im Herbst ausgesät. Die jungen Pflanzen überwintern auf dem Feld und wachsen im Frühjahr weiter. Meist kann sie früher geerntet werden als Sommergerste. Sie wird häufig als Futtergetreide angebaut.
☀️ Sommergerste kommt erst im Frühjahr in den Boden. Sie wächst während der wärmeren Monate und wird später im Sommer geerntet. Bestimmte Sommergerstensorten eignen sich besonders gut als Braugerste, aus der Malz hergestellt werden kann.
❤️ Lotti erklärt
"Wintergerste verbringt also schon den Winter auf dem Feld. Sommergerste startet erst im Frühling!"
🟢 Wusstest du schon?
Ob Gerste als Tierfutter, Lebensmittel oder zur Malzherstellung verwendet wird, hängt nicht allein davon ab, ob sie Winter- oder Sommergerste ist. Sorte und Qualität der Körner spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.
🟡 Lottis Merksatz
Wintergerste wird im Herbst gesät, Sommergerste im Frühjahr – beide gehören zur Gerste, wachsen aber zu unterschiedlichen Zeiten los.

🌾 Wofür wird Gerste verwendet?
Lotti schaut auf die frisch geernteten Gerstenkörner.
"Bauer Benn, was passiert eigentlich mit der ganzen Gerste nach der Ernte?"
"Eine ganze Menge", erklärt Bauer Benn. "Gerste kann nämlich ganz unterschiedlich genutzt werden."
🐄 Als Tierfutter
Ein großer Teil der Gerste wird als Futtergetreide verwendet. Die Körner können dafür aufbereitet und Bestandteil verschiedener Futtermischungen sein.
🥣 Als Lebensmittel
Auch Menschen essen Gerste. Bekannt sind zum Beispiel Graupen, Gerstenflocken und Gerstengrütze. Sie können etwa für Suppen, Eintöpfe oder andere Gerichte verwendet werden.
🌱 Für Malz
Bestimmte Gerste eignet sich besonders gut zum Mälzen. Dabei lässt man die Körner kontrolliert keimen und trocknet sie anschließend wieder. Aus Gerstenmalz können zum Beispiel Malzgetränke und Bier hergestellt werden.
🍞 Für weitere Produkte
Gerste kann auch zu Mehl verarbeitet werden. Außerdem wird geröstete Gerste für bestimmte Kaffeeersatz- und Getreidegetränke verwendet.
❤️ Lotti erklärt
"Gerste landet also nicht nur im Futtertrog. Aus ihren Körnern können auch Lebensmittel und Malz entstehen!"
🟢 Wusstest du schon?
Nicht jede Gerste eignet sich gleich gut für jeden Zweck. Sorte und Qualität der Körner spielen eine wichtige Rolle dabei, wie die Gerste später verwendet wird.
🟡 Lottis Merksatz
Gerste ist vielseitig: Sie kann als Tierfutter, Lebensmittel oder zur Herstellung von Malz verwendet werden.

🌱 Wie wächst Hafer?
Lotti schaut auf das kleine Haferkorn.
"Bauer Benn, wie wird aus diesem kleinen Korn eine große Haferpflanze?"
Nach der Aussaat nimmt das Haferkorn Wasser auf und beginnt zu keimen. Zuerst wachsen kleine Wurzeln in den Boden. Kurz darauf erscheint der junge Trieb über der Erde.
Die Pflanze wächst weiter, bildet Blätter und mehrere Halme. Später entwickelt sich oben am Halm die typische Rispe des Hafers.
An der Rispe sitzen viele kleine Ährchen. Nach der Blüte und Befruchtung entwickeln sich darin die Haferkörner. Während der Reife wird die Pflanze zunehmend gelblich und die Körner werden fest.
Ist der Hafer reif und trocken genug, kann er mit dem Mähdrescher geerntet werden.
❤️ Lotti erklärt
"Aus einem kleinen Haferkorn wächst Schritt für Schritt eine Pflanze mit vielen neuen Körnern."
🟢 Wusstest du schon?
Hafer wird in Deutschland überwiegend im Frühjahr ausgesät. Er mag eher gemäßigte Temperaturen und kommt vergleichsweise gut mit feuchteren Bedingungen zurecht.
🟡 Lottis Merksatz
Haferkorn → Keimling → junge Pflanze → Halme → Rispe → reife Körner.

🌾 Wie ist Hafer aufgebaut?
Lotti schaut sich die Haferpflanze von oben bis unten an.
"Bauer Benn, was gehört eigentlich alles zu einer Haferpflanze?"
Wie andere Getreidearten besteht auch Hafer aus Wurzeln, Halmen, Blättern und einem Blütenstand. Besonders auffällig ist seine lockere Rispe.
🌱 Wurzeln
Die Wurzeln verankern den Hafer im Boden. Sie nehmen Wasser und darin gelöste Nährstoffe auf.
🌾 Halm
Der Halm trägt die Blätter und oben die Rispe. Wie bei anderen Getreidearten ist er durch sogenannte Knoten gegliedert.
🍃 Blätter und Blattscheide
Die langen grünen Blätter betreiben Fotosynthese und stellen so energiereiche Stoffe für die Pflanze her. Der untere Teil eines Getreideblattes heißt Blattscheide und umschließt einen Teil des Halmes.
🌿 Rispe und Ährchen
Die Rispe ist der typische Blütenstand des Hafers. Sie besteht aus vielen verzweigten Ästen, an denen die Ährchen sitzen. In ihnen befinden sich die Blüten, aus denen sich nach Bestäubung und Befruchtung die Haferkörner entwickeln.
🟡 Haferkörner
Bei den meisten angebauten Hafersorten bleiben die reifen Körner zunächst fest von Spelzen umgeben. Für viele Lebensmittel werden diese nach der Ernte entfernt.
❤️ Lotti erklärt
"Jetzt weiß ich, warum Hafer so besonders aussieht: Oben trägt er keine Ähre, sondern eine verzweigte Rispe mit vielen Ährchen!"
🟢 Wusstest du schon?
Hafer bildet ein Faserwurzelsystem mit vielen feinen Wurzeln. Damit kann die Pflanze Wasser und Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen.
🟡 Lottis Merksatz
Wurzeln → Halm → Blätter → Rispe → Ährchen → Haferkörner – alle Teile gehören zur Haferpflanze.

🌾 Was ist Roggen?
Lotti steht mit Bauer Benn am Feld und betrachtet die langen Halme.
"Bauer Benn, was ist Roggen eigentlich?"
"Roggen ist eine Getreideart und gehört wie Weizen, Gerste und Hafer zur Familie der Süßgräser", erklärt Bauer Benn.
Roggen erkennt man unter anderem an seinen meist langen, schlanken Ähren. An der Ährenachse sitzen viele Ährchen, in denen sich die Roggenkörner entwickeln. Die Ähren tragen gewöhnlich Grannen.
Bei uns wird vor allem Winterroggen angebaut. Er wird im Herbst ausgesät, überwintert als junge Pflanze auf dem Feld und wächst im Frühjahr weiter. Im Sommer kann der reife Roggen geerntet werden.
Roggen gilt als winterhart und kommt auch mit vergleichsweise nährstoffarmen, sandigen Böden gut zurecht.
❤️ Lotti erklärt
"Roggen ist also ein Getreide mit schlanken Ähren und Grannen. Und er kann sogar den Winter auf dem Feld verbringen!"
🟢 Wusstest du schon?
Aus Roggenkörnern wird Roggenmehl gemahlen. Es wird besonders häufig für Brot und andere Backwaren verwendet.
🟡 Lottis Merksatz
Roggen ist ein robustes Getreide mit schlanken Ähren. Bei uns wächst er meist als Winterroggen. 🌾

🌱 Wie wächst Roggen?
Lotti entdeckt im Herbst frisch ausgesäte Roggenkörner.
"Bauer Benn, bleibt der Roggen wirklich den ganzen Winter auf dem Feld?"
"Bei Winterroggen ist das tatsächlich so", erklärt Bauer Benn.
Bei uns wird Roggen überwiegend als Winterroggen angebaut. Die Körner werden meist im Herbst ausgesät. Sie keimen und die jungen Pflanzen entwickeln sich noch vor dem Winter.
❄️ Im Winter verlangsamt sich das Wachstum. Roggen ist winterhart und kann die kalte Jahreszeit auf dem Feld überstehen.
🌱 Im Frühjahr wächst er kräftig weiter. Er bildet zusätzliche Triebe, die Halme strecken sich und schließlich erscheinen die Ähren.
🌾 Nach Blüte und Befruchtung entwickeln und füllen sich die Körner. Im Sommer reift der Roggen heran und kann schließlich mit dem Mähdrescher geerntet werden.
🟡 Lottis Merksatz
Im Herbst gesät → überwintert → wächst im Frühjahr weiter → reift im Sommer → wird geerntet.

🌾 Welche Getreidearten gibt es?
Lotti schaut über das Feld und staunt.
"Bauer Benn, Getreide sieht ja gar nicht immer gleich aus!"
Das stimmt! Es gibt viele verschiedene Getreidearten. Bei uns sind zum Beispiel Weizen, Roggen, Gerste, Hafer und Dinkel bekannt. Auch Triticale, eine Kreuzung aus Weizen und Roggen, gehört dazu.
Und sogar Mais ist Getreide. Weil die Maispflanze ganz anders aussieht und es über sie besonders viel zu entdecken gibt, bekommt sie bei Lotti einen eigenen Bereich.
Die Getreidearten unterscheiden sich nicht nur in ihrem Aussehen. Ihre Körner können auch unterschiedlich genutzt werden.
🌾 Weizen – wird unter anderem für Mehl, Brot und Backwaren verwendet.
🌾 Roggen – kennen wir zum Beispiel aus Roggen- und Mischbroten.
🌾 Gerste – wird unter anderem als Tierfutter und zur Herstellung von Malz angebaut.
🌾 Hafer – daraus entstehen beispielsweise Haferflocken.
🌾 Dinkel – ist eine Weizenart und wird unter anderem für Brot und andere Backwaren verwendet.
🌾 Triticale – wird vor allem als Futtergetreide angebaut.
❤️ Lotti erklärt
"Jetzt weiß ich: Getreide ist nicht nur eine Pflanze. Es gibt viele verschiedene Arten!"
🟢 Wusstest du schon?
Hafer fällt besonders auf: Statt einer typischen Ähre trägt er meist eine Rispe, an deren Verzweigungen die Körner sitzen.
🟡 Lottis Merksatz
Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel und Triticale sehen unterschiedlich aus, aber sie gehören alle zur großen Getreidefamilie.

🌾 Wie ist eine Getreidepflanze aufgebaut?
Lotti steht mitten am Feld und betrachtet einen Getreidehalm.
"Bauer Benn, was gehört eigentlich alles zu so einer Getreidepflanze?"
Vom Boden bis nach oben gibt es einiges zu entdecken:
🌱 Die Wurzeln wachsen im Boden. Sie verankern die Pflanze und nehmen Wasser sowie Nährstoffe auf.
🌾 Der Halm trägt Blätter und Blütenstand. Er sorgt außerdem dafür, dass Wasser und darin gelöste Stoffe durch die Pflanze transportiert werden.
🍃 Die Blätter fangen Sonnenlicht ein. Mithilfe der Fotosynthese stellt die Pflanze energiereiche Stoffe für ihr Wachstum her.
🌾 Der Blütenstand sitzt weiter oben an der Pflanze. Je nach Getreideart kann er zum Beispiel eine Ähre oder Rispe sein.
🟡 Die Körner entwickeln sich nach Bestäubung und Befruchtung aus den Blüten. Sie sind die Früchte des Getreides und enthalten jeweils einen Samen.
❤️ Lotti erklärt
"Wurzeln, Halm, Blätter und Blütenstand haben also unterschiedliche Aufgaben und gemeinsam sorgen sie dafür, dass neue Körner entstehen können."
🟢 Wusstest du schon?
Ein Getreidekorn ist botanisch gesehen nicht einfach nur ein Samen, sondern eine besondere Frucht, die man Karyopse nennt. Für Kinder reicht aber meistens: Im Korn steckt der Samen, aus dem eine neue Pflanze wachsen kann.
🟡 Lottis Merksatz
Von der Wurzel bis zum Korn – jeder Teil der Getreidepflanze hat eine wichtige Aufgabe.

❄️🌱 Was bedeutet Wintergetreide und Sommergetreide?
Lotti schaut über das Feld.
"Bauer Benn, wächst Wintergetreide etwa nur im Winter und Sommergetreide nur im Sommer?"
Bauer Benn schüttelt den Kopf. "Die Namen verraten vor allem, wann das Getreide ausgesät wird."
❄️ Wintergetreide wird bereits im Herbst ausgesät. Die jungen Pflanzen wachsen ein Stück, überwintern auf dem Feld und wachsen im Frühjahr weiter. Dazu gehören zum Beispiel Winterweizen, Winterroggen und Wintergerste.
🌱 Sommergetreide wird dagegen erst im Frühjahr ausgesät. Es wächst anschließend über Frühling und Sommer heran. Beispiele sind Sommergerste und Sommerweizen.
Auch Hafer wird bei uns überwiegend als Sommergetreide angebaut.
Beide können schließlich im Sommer geerntet werden je nach Getreideart, Sorte, Aussaatzeit und Wetter zu unterschiedlichen Zeitpunkten.
❤️ Lotti erklärt
"Wintergetreide heißt also nicht, dass Bauer Benn es im Winter erntet. Es steht schon über den Winter auf dem Feld!"
🟢 Wusstest du schon?
Von manchen Getreidearten gibt es sowohl Winter- als auch Sommerformen. Sie unterscheiden sich darin, wann sie ausgesät werden und welche Bedingungen sie für ihre Entwicklung brauchen.
🟡 Lottis Merksatz
Wintergetreide kommt meist im Herbst in die Erde, Sommergetreide im Frühjahr. Geerntet werden beide später.
🌾 Was ist Weizen?
Lotti entdeckt ein großes, goldenes Feld.
"Bauer Benn, was wächst denn hier?"
"Das ist Weizen", erklärt Bauer Benn. "Eine der wichtigsten Getreidearten."
Weizen gehört wie die anderen Getreidearten zu den Süßgräsern. An seinen Ähren entwickeln sich die Körner, die nach der Ernte weiterverarbeitet werden können.
Besonders bekannt ist Weizen, weil aus seinen Körnern Mehl hergestellt werden kann. Daraus entstehen zum Beispiel Brot, Brötchen, Nudeln, Kuchen oder Pizza.
Doch Weizen wird nicht nur für Lebensmittel angebaut. Je nach Sorte und Qualität kann er beispielsweise auch als Tierfutter genutzt werden.
❤️ Lotti erklärt
"Wenn ich ein Weizenfeld sehe, schaue ich jetzt genauer hin: Oben am Halm sitzen die Ähren und darin wachsen die Körner."
🟢 Wusstest du schon?
Bei uns wird besonders viel Winterweizen angebaut. Er wird bereits im Herbst ausgesät, überwintert als junge Pflanze auf dem Feld und wächst im Frühjahr weiter.
🟡 Lottis Merksatz
Weizen ist eine Getreideart. Seine Körner können zu Mehl und vielen anderen Produkten verarbeitet werden.

🌾 Was wird aus Weizen gemacht?
Lotti schaut auf die vielen Weizenkörner.
"Bauer Benn, was passiert denn jetzt mit all den Körnern?"
Aus Weizen kann erstaunlich viel entstehen. Ein großer Teil wird zu Mehl verarbeitet. Dafür werden die Körner in einer Mühle vermahlen.
Aus Weizenmehl können anschließend zum Beispiel Brot, Brötchen, Kuchen, Kekse, Pizza oder Nudeln hergestellt werden.
Doch nicht jeder Weizen landet als Mehl auf unserem Teller. Je nach Sorte, Qualität und Verwendungszweck kann Weizen auch als Tierfutter genutzt oder für andere Zwecke weiterverarbeitet werden.
🌾 Vom Feld auf den Tisch
Weizen → Mühle → Mehl → viele verschiedene Lebensmittel
❤️ Lotti erklärt
"Jetzt verstehe ich! Wenn ich ein Brötchen oder Nudeln esse, kann darin Weizen vom Feld stecken."
🟢 Wusstest du schon?
Nicht jedes Weizenmehl ist gleich. Es gibt verschiedene Mehlsorten und -typen, die sich unter anderem darin unterscheiden, wie viele Mineralstoffe aus dem Korn enthalten sind.
🟡 Lottis Merksatz
Aus Weizen wird Mehl und daraus können viele Lebensmittel entstehen.

🌱 Wie wächst Gerste?
Lotti hält ein kleines Gerstenkorn in ihrem Huf.
"Bauer Benn, wie wird daraus eine Gerstenpflanze mit so langen Grannen?"
Nach der Aussaat nimmt das Korn Wasser auf und beginnt zu keimen. Zuerst wachsen kleine Wurzeln, dann erscheint der junge Trieb über der Erde.
Die Gerste bildet weitere Triebe, Blätter und Halme. Später wächst der Halm in die Höhe und die Ähre wird sichtbar. An ihr entwickeln sich nach der Blüte und Befruchtung die neuen Gerstenkörner.
Während der Reife verliert die Pflanze zunehmend ihre grüne Farbe. Sind die Körner reif und trocken genug, kann die Gerste mit dem Mähdrescher geerntet werden.
❤️ Lotti erklärt
"Auch die Gerste beginnt mit einem kleinen Korn und am Ende trägt sie viele neue Körner in ihren Ähren."
🟢 Wusstest du schon?
Gerste gibt es als Winter- und Sommergerste. Wintergerste wird im Herbst ausgesät, Sommergerste im Frühjahr.
🟡 Lottis Merksatz
Korn → Keimling → Gerstenpflanze → Ähre → Körner → Ernte.

🌾 Wie ist eine Gerstenpflanze aufgebaut?
Lotti betrachtet eine Gerstenpflanze von oben bis unten.
"Wow, Bauer Benn! An so einer Gerste gibt es ganz schön viel zu entdecken."
Das stimmt. Jeder Teil der Pflanze erfüllt eine wichtige Aufgabe.
🌱 Wurzeln
Sie verankern die Gerste im Boden und nehmen Wasser und darin gelöste Nährstoffe auf.
🌾 Halm
Der Halm trägt die Blätter und die Ähre. Er gibt der Pflanze Halt und enthält Leitungsbahnen, durch die Wasser und gelöste Stoffe transportiert werden.
🍃 Blätter
Mit ihren grünen Blättern fängt die Gerste Sonnenlicht ein. Bei der Fotosynthese stellt sie daraus energiereiche Stoffe für Wachstum und Kornbildung her.
🍃 Fahnenblatt
Das oberste Blatt direkt unter der Ähre heißt Fahnenblatt. Es ist besonders wichtig für die Versorgung der sich entwickelnden Körner.
🌾 Ähre und Grannen
Oben am Halm sitzt die Ähre. In ihren Ährchen befinden sich die Blüten, aus denen sich nach Bestäubung und Befruchtung die Körner entwickeln. Die langen, borstenartigen Fortsätze heißen Grannen.
🟡 Körner
In der Ähre reifen die Gerstenkörner heran. Nach der Ernte können sie je nach Sorte und Qualität zum Beispiel als Tierfutter, Lebensmittel oder zur Herstellung von Malz verwendet werden.
❤️ Lotti erklärt
"Von den Wurzeln bis zur Ähre – alle Teile arbeiten zusammen, damit die Gerste wachsen und neue Körner bilden kann."
🟢 Wusstest du schon?
Das Fahnenblatt sieht vielleicht unscheinbar aus, ist für die Kornfüllung aber besonders wichtig.
🟡 Lottis Merksatz
Wurzeln, Halm, Blätter und Ähre haben verschiedene Aufgaben – gemeinsam lassen sie die Gerstenkörner wachsen.

🌾 Was ist Hafer?
Lotti bleibt vor einem Feld stehen und schaut ganz genau hin.
"Bauer Benn, dieses Getreide sieht aber anders aus. Wo sind denn die Ähren?"
Bauer Benn lächelt. "Das ist Hafer. Seine Körner wachsen nicht in einer Ähre wie bei Weizen oder Gerste, sondern an einer Rispe."
Hafer gehört wie die anderen Getreidearten zur Familie der Süßgräser. An den verzweigten Rispen sitzen kleine Ährchen, in denen sich die Haferkörner entwickeln.
Bei vielen Hafersorten bleiben die Körner nach der Ernte zunächst von festen Spelzen umgeben. Diese müssen vor der Verarbeitung zu Lebensmitteln entfernt werden. Es gibt allerdings auch Nackthafer, bei dem sich die Spelzen beim Dreschen leichter vom Korn lösen.
❤️ Lotti erklärt
"Jetzt weiß ich, worauf ich achten kann: Beim Hafer hängen die Ährchen locker an einer verzweigten Rispe!"
🟢 Wusstest du schon?
Hafer wird bei uns überwiegend als Sommergetreide angebaut. Er wird im Frühjahr ausgesät und meist im Spätsommer geerntet.
🟡 Lottis Merksatz
Hafer erkennst du besonders gut an seiner lockeren Rispe mit den herabhängenden Ährchen.

🌾 Warum hat Hafer keine Ähre?
Lotti betrachtet den Hafer und wundert sich.
"Bauer Benn, warum hat Hafer keine Ähre wie Weizen oder Gerste?"
Bauer Benn zeigt auf die Pflanze.
"Weil die Blüten beim Hafer anders angeordnet sind."
Bei Getreide nennt man den Teil der Pflanze, an dem die Blüten und später die Körner sitzen, den Blütenstand.
🌾 Weizen und Gerste haben eine Ähre.
Ihre Ährchen sitzen an einer gemeinsamen Ährenachse.
🌿 Hafer hat eine Rispe.
Seine Ährchen sitzen an verzweigten Rispenästen. Dadurch sieht der obere Teil der Haferpflanze viel lockerer aus. In den Ährchen entwickeln sich nach der Blüte und Befruchtung die Haferkörner.
❤️ Lotti erklärt
"Eine Ähre und eine Rispe sind also zwei verschiedene Formen von Blütenständen. Hafer trägt eine Rispe!"
🟢 Wusstest du schon?
Die Rispe ist ein gutes Merkmal, um Hafer auf dem Feld von vielen anderen Getreidearten zu unterscheiden.
🟡 Lottis Merksatz
Weizen und Gerste haben Ähren, Hafer trägt seine Ährchen an einer verzweigten Rispe.

🌾 Was wird aus Hafer gemacht?
Lotti schaut auf die Haferkörner und staunt:
"Bauer Benn, was kann man daraus eigentlich alles machen?"
Aus Hafer entstehen viele verschiedene Produkte. Besonders bekannt sind Haferflocken. Sie werden zum Beispiel für Müsli oder Porridge verwendet.
Aus Hafer kann außerdem Hafermehl hergestellt werden. Auch Haferdrink wird aus Hafer und Wasser gemacht.
Ein Teil der Haferernte wird als Tierfutter genutzt, besonders bekannt ist Hafer als Futtermittel für Pferde.
❤️ Lotti erklärt
"Aus den kleinen Haferkörnern können also ganz unterschiedliche Dinge entstehen!"
🟡 Lottis Merksatz
Hafer steckt in Haferflocken, Mehl und Haferdrink – und wird auch als Tierfutter genutzt. 🌾

🌾 Wie ist Roggen aufgebaut?
Lotti schaut sich die Roggenpflanze ganz genau an.
"Bauer Benn, was gehört eigentlich alles zu einer Roggenpflanze?"
Bauer Benn zeigt ihr die Pflanze von unten nach oben. Roggen besteht aus mehreren Teilen, die unterschiedliche Aufgaben haben.
🌱 Wurzeln
Die Wurzeln verankern die Pflanze im Boden. Sie nehmen Wasser und darin gelöste Nährstoffe auf.
🌾 Halm
Der Halm trägt die Blätter und die Ähre. Er ist durch mehrere Knoten gegliedert und gibt der Pflanze Stabilität.
🍃 Blätter
Die langen, schmalen Blätter fangen Sonnenlicht ein. Mithilfe der Fotosynthese stellt die Pflanze energiereiche Stoffe her, die sie zum Wachsen braucht.
🌾 Ähre und Ährchen
Oben am Halm sitzt die Roggenähre. An ihrer Ährenachse befinden sich viele Ährchen. In ihnen sitzen die Blüten, aus denen sich nach Bestäubung und Befruchtung die Roggenkörner entwickeln.
🌿 Grannen
Aus den Ährchen ragen lange, borstenartige Grannen heraus. Sie sind ein auffälliges Merkmal der Roggenähre.
🟡 Roggenkörner
In den Ährchen reifen schließlich die länglichen Roggenkörner heran. Nach der Ernte können sie zum Beispiel zu Roggenmehl verarbeitet werden.
❤️ Lotti erklärt
"Von den Wurzeln bis zur Ähre hat jeder Teil der Roggenpflanze seine eigene Aufgabe!"
🟡 Lottis Merksatz
Wurzeln, Halm, Blätter, Ähre und Körner – gemeinsam bilden sie die Roggenpflanze. 🌾

🌾 Wie erkenne ich Roggen?
Lotti schaut über das Getreidefeld.
"Bauer Benn, wie kann ich erkennen, ob hier Roggen wächst?"
Roggen hat meist eine lange und eher schlanke Ähre. Aus den Ährchen ragen deutlich sichtbare Grannen heraus. Seine Blätter sind lang und schmal.
Aber aufgepasst: Auch andere Getreidearten können Grannen besitzen. Deshalb sollte man immer mehrere Merkmale gemeinsam betrachten.
❤️ Lotti erklärt
"Nur die Grannen reichen also nicht. Ich schaue mir auch die Form der Ähre und die ganze Pflanze an!"
🟢 Wusstest du schon?
Während der Reife verändert sich die Farbe des Roggens. Aus dem grünen Getreide wird nach und nach ein gelblich-goldenes Feld.
🟡 Lottis Merksatz
Roggen hat meist lange, schlanke Ähren mit Grannen, zum sicheren Erkennen schaust du dir mehrere Merkmale an.

🌾 Was wird aus Roggen gemacht?
Lotti schaut auf die Roggenkörner.
"Bauer Benn, was kann man eigentlich alles aus Roggen machen?"
Aus Roggen entstehen verschiedene Lebensmittel. Besonders bekannt ist Roggenmehl. Dafür werden die Roggenkörner in einer Mühle gemahlen. Das Mehl wird vor allem zum Backen von Brot und Brötchen verwendet – oft auch zusammen mit anderen Mehlsorten.
Aus Roggen können außerdem Roggenflocken hergestellt werden. Sie schmecken zum Beispiel im Müsli oder können für andere Speisen verwendet werden.
Ein Teil des Roggens wird auch als Tierfutter genutzt.
❤️ Lotti erklärt
"Aus den kleinen Roggenkörnern können also Mehl, Brot und Flocken entstehen – und auch Tiere können Roggen als Futter bekommen."
🟢 Wusstest du schon?
Roggen ist besonders wichtig für viele traditionelle Brotsorten. Roggenmehl hat andere Backeigenschaften als Weizenmehl und sorgt für den typischen Geschmack vieler Roggen- und Mischbrote.
🟡 Lottis Merksatz
Roggen wird zu Mehl, Brot und Flocken verarbeitet – und kann auch als Tierfutter verwendet werden. 🌾