Henriette das Huhn & Kalle der Hahn



Hallo, ich bin Lotti!
Heute möchte ich dir eine ganz besondere Freundin vorstellen. Sie ist den ganzen Tag fleißig unterwegs, gackert fröhlich und legt fast jeden Tag ein Ei.
Na, weißt du schon, wen ich meine?
Genau!
Henriette das Huhn.
Wer ist Henriette?
Henriette ist eine freundliche Henne und lebt zusammen mit Bauer Benn, mir und vielen anderen Tieren auf Lottis Bauernhof.
Sie ist neugierig, fleißig und immer in Bewegung.
Den ganzen Tag scharrt sie im Boden, sucht nach Körnern und kleinen Würmern oder unterhält sich mit den anderen Hühnern.
Am liebsten legt sie ihre Eier in ihr gemütliches Legenest. Wenn sie ein Ei gelegt hat, gackert sie oft ganz laut.
Vielleicht möchte sie damit den anderen Hühnern sagen "Schaut mal! Ich habe wieder ein Ei gelegt!"


Wo lebt Henriette?
Henriette lebt im Hühnerstall auf Lottis Bauernhof.
In ihrem Stall findet sie alles, was sie braucht:
🥚 einen geschützten Platz zum Eierlegen
🌙 Sitzstangen zum Ruhen und Schlafen
🌾 Futter
💧 frisches Wasser
🪶 Einstreu zum Scharren und Picken
Auf Lottis Bauernhof dürfen Henriette und die anderen Hühner außerdem nach draußen. Dort können sie scharren, picken, nach kleinen Leckerbissen suchen und ein Sandbad nehmen.
🐑 "Ein Sandbad? Henriette badet doch nicht wirklich im Sand, oder?"
Da muss Bauer Benn lachen.
👨🌾 "Doch, Lotti! Und das ist sogar sehr wichtig für Hühner."
🐔 Was macht Henriette den ganzen Tag?
Henriette hat auf dem Bauernhof ganz schön viel zu tun. Schon am Morgen verlässt sie ihren Schlafplatz und startet in ihren Hühnertag.
Sie frisst und trinkt, scharrt draußen nach Futter, legt ihr Ei im Legenest und gönnt sich zwischendurch sogar ein ausgiebiges Sandbad. Wenn es am Abend dunkel wird, kehrt sie zurück in den Stall und sucht sich einen Platz auf der Sitzstange.
🐑 "Ganz schön viel los an so einem Hühnertag!", staunt Lotti.


Warum legt Henriette ein Ei?
Lotti entdeckt Henriette gemütlich in ihrem Nest. Unter ihr liegt ein frisch gelegtes Ei.
"Henriette, warum legst du eigentlich Eier?", fragt Lotti neugierig.
Hühner legen Eier, weil die Bildung von Eiern zu ihrer natürlichen Fortpflanzung gehört. Bei einer erwachsenen Henne reifen im Eierstock regelmäßig Eizellen heran.
Aber aus nicht jedem Ei entsteht ein Küken.
Dafür müsste die Eizelle vorher von einem Hahn befruchtet worden sein. Henriette kann also auch Eier legen, wenn Kalle nicht dabei ist.
❤️ Lotti erklärt
Eine Henne braucht keinen Hahn, um Eier zu legen. Ein Hahn wird für die Befruchtung benötigt, wenn Küken entstehen sollen.
Legt Henriette jeden Tag ein Ei?
Nicht unbedingt.
Wie viele Eier eine Henne legt, hängt unter anderem von ihrer Rasse, ihrem Alter, ihrer Gesundheit, der Jahreszeit und den Lichtverhältnissen ab.
Viele auf hohe Legeleistung gezüchtete Hennen können zeitweise fast täglich ein Ei legen. Andere Hühner legen deutlich weniger.
🟢 Wusstest du schon?
Für die Bildung eines Hühnereis braucht der Körper ungefähr einen Tag. Deshalb kann eine Henne nicht einfach mehrere fertig entwickelte Eier gleichzeitig hintereinander legen.
🟡 Lottis Merksatz
Henriette braucht Kalle nicht zum Eierlegen. Für ein befruchtetes Ei braucht es aber einen Hahn.

Die Entwicklung im Ei, wie wird aus einem Ei ein Küken?
Lotti schaut neugierig in Henriettes Nest.
"Henriette, wenn in einem Ei ein Küken wächst, sieht es dann am ersten Tag schon wie ein kleines Huhn aus?"
Henriette schüttelt den Kopf.
Nein. Ein Küken entwickelt sich Schritt für Schritt.
Wichtig ist zuerst: Nicht aus jedem Hühnerei kann ein Küken entstehen. Dafür muss das Ei befruchtet worden sein.
Außerdem braucht der Embryo während seiner Entwicklung passende Bedingungen, vor allem die richtige Wärme.
🥚 Tag 1 – Die Entwicklung beginnt
Nach Beginn der Bebrütung entwickelt sich der winzige Embryo weiter.
Schon sehr früh entstehen wichtige Strukturen, aus denen später die Organe und Körperteile des Kükens werden.
❤️ Tag 2 bis 3 – Das Herz entwickelt sich
Jetzt passiert etwas Erstaunliches: Das Herz entwickelt sich sehr früh und beginnt zu schlagen.
Auch Blutgefäße breiten sich aus. Sie versorgen den wachsenden Embryo mit wichtigen Stoffen aus dem Ei.
🐣 Tag 4 bis 7 – Das Küken bekommt langsam seine Form
Der Embryo wächst schnell.
Kopf und Augen werden deutlicher. Auch die Anlagen für Flügel und Beine entwickeln sich weiter.
Von Tag zu Tag ähnelt der Embryo immer mehr einem kleinen Vogel.
🪶 Tag 8 bis 14 – Federn, Schnabel und Krallen
Nun entwickeln sich viele Merkmale weiter, die später typisch für ein Küken sind.
Der Schnabel wird deutlicher, Zehen und Krallen entwickeln sich und die ersten Federanlagen entstehen.
Das Küken braucht immer mehr Platz im Ei.
🥚 Tag 15 bis 18 – Es wird eng!
Das Küken wächst weiter und füllt inzwischen einen großen Teil des Eis aus.
Es nimmt eine Position ein, die später für das Schlüpfen wichtig ist.
Auch der Dotter ist noch wichtig: Er liefert dem Küken Nährstoffe für seine Entwicklung.
🐥 Tag 19 bis 21 – Bald geht es los!
Kurz vor dem Schlupf bereitet sich das Küken auf seinen großen Moment vor.
Es durchbricht zunächst die innere Eihaut und erreicht die Luftkammer. Schließlich beginnt es, die Eierschale anzupicken.
Dafür besitzt das Küken an seinem Schnabel vorübergehend einen kleinen Eizahn.
Nach und nach öffnet es die Schale – und schließlich schlüpft das Küken.
🟢 Wusstest du schon?
Bei Haushühnern dauert die Brut normalerweise ungefähr 21 Tage. Das Küken entwickelt sich aber nur richtig, wenn ein befruchtetes Ei unter geeigneten Bedingungen bebrütet wird.
🟡 Lottis Merksatz
Aus einem befruchteten Ei kann sich in ungefähr 21 Tagen ein Küken entwickeln.

Henriettes Ohr und die Eierfarbe
Lotti schaut Henriette plötzlich ganz genau an.
"Moment mal, Henriette, hast du überhaupt Ohren?"
Natürlich!
Hühner besitzen allerdings keine abstehenden Ohrmuscheln wie Menschen.
Die Ohröffnung liegt seitlich am Kopf und wird teilweise von kleinen Federn verdeckt.
In der Nähe befindet sich außerdem eine sichtbare Hautpartie: die Ohrscheibe, umgangssprachlich häufig auch Ohrlappen genannt.
Und genau diese Ohrscheiben haben zu einer bekannten Bauernhofregel geführt.
🥚 Kann man an Henriettes Ohr erkennen, welche Eier sie legt?
Manchmal kann die Farbe der Ohrscheiben tatsächlich einen Hinweis auf die Eierschalenfarbe geben.
Bei vielen Hühnerrassen gilt:
helle oder weiße Ohrscheiben → häufig weiße Eier
rote Ohrscheiben → häufig braune Eier
Aber Achtung!
Das ist keine zuverlässige Regel für alle Hühnerrassen.
Die Eierschalenfarbe ist genetisch bestimmt. Deshalb gibt es auch Hühner, bei denen die Farbe der Ohrscheiben nicht zu dieser einfachen Regel passt.
❤️ Lotti erklärt
"Am Ohr kann ich manchmal einen Hinweis bekommen. Ganz sicher weiß ich die Eierfarbe aber erst, wenn ich die Hühnerrasse kenne oder das Ei sehe."
🟡 Lottis Merksatz
Die Ohrscheibe kann einen Hinweis auf die Eierfarbe geben, aber sie verrät sie nicht immer.

Vom Huhn zum Frühstücksei
Lotti sitzt morgens am Frühstückstisch. Vor ihr steht ein gekochtes Ei.
"Das Ei kommt von Henriette, aber was passiert eigentlich, nachdem sie es gelegt hat?"
Auf einem landwirtschaftlichen Betrieb beginnt nun ein Weg, der dafür sorgt, dass Eier sauber, kontrolliert und gekennzeichnet in den Handel gelangen können.
1. Henriette legt ihr Ei
Die Henne legt ihr Ei normalerweise in ein Legenest. Von dort werden die Eier gesammelt – je nach Betrieb von Hand oder über ein automatisches System.
2. Die Eier werden gesammelt
Die gelegten Eier werden regelmäßig aus den Nestern beziehungsweise von den Eierbändern genommen.
3. Sortieren und kontrollieren
Eier, die als normale Schaleneier verkauft werden sollen, werden kontrolliert. In Packstellen werden sie unter anderem nach Qualität und Gewicht sortiert.
4. Der Eiercode
Auf vielen Eiern im Handel findest du einen aufgedruckten Code. Die erste Zahl verrät die Haltungsform:
0 = ökologische Erzeugung
1 = Freilandhaltung
2 = Bodenhaltung
3 = Käfighaltung
Danach folgen das Länderkennzeichen, zum Beispiel DE für Deutschland und eine Nummer, über die der Erzeugerbetrieb zurückverfolgt werden kann.
❤️ Lotti erklärt:
"Der Code auf dem Ei ist also ein bisschen wie ein kleiner Ausweis!"
5. Verpacken und transportieren
Nach dem Sortieren und Kennzeichnen werden die Eier verpackt. Anschließend können sie zum Beispiel zu Geschäften transportiert werden.
6. Im Laden
Dort stehen sie schließlich im Eierregal und können gekauft werden.
Und dann?
Ob gekocht, als Rührei oder Spiegelei, aus Henriettes Ei kann zu Hause ein leckeres Lebensmittel werden.
🟡 Lottis Merksatz:
Vom Legenest bis zum Frühstückstisch durchläuft ein Ei mehrere Stationen. Es wird gesammelt, kontrolliert, sortiert, gekennzeichnet, verpackt und verkauft.

Wie entsteht ein Ei?
Jetzt möchte Lotti es ganz genau wissen.
"Aber Henriette, wie kommt denn die Schale um dein Ei?"
Ein Ei entsteht nicht auf einmal. Es entwickelt sich Schritt für Schritt im Körper der Henne.
1. Das Eigelb beginnt seine Reise
Im Eierstock der Henne reifen viele Eizellen heran. Was wir später als gelbes Eigelb sehen, entwickelt sich dort.
Ist eines davon reif, wird es aus dem Eierstock freigesetzt und gelangt in den Eileiter.
2. Das Eiweiß kommt dazu
Auf seiner Reise durch den Eileiter wird das Eigelb nach und nach von Eiweiß umgeben.
Das Eiweiß besteht größtenteils aus Wasser und enthält außerdem verschiedene Eiweiße, also Proteine.
3. Die Schalenhäute entstehen
Danach bilden sich dünne Häute um den Inhalt des Eis.
Diese Schalenhäute liegen später direkt unter der harten Eierschale.
4. Die feste Schale entsteht
Nun verbringt das Ei viele Stunden in einem Abschnitt des Eileiters, der Schalendrüse genannt wird.
Hier entsteht die feste Eierschale. Sie besteht zum größten Teil aus Calciumcarbonat, einem kalkhaltigen Mineralstoff.
Je nach Huhn und Rasse können während dieses Vorgangs auch Farbstoffe eingelagert oder auf die Schale aufgebracht werden.
5. Henriette legt ihr Ei
Ist das Ei fertig, gelangt es durch den letzten Abschnitt des Fortpflanzungstraktes nach außen.
Henriette sucht dafür gern einen geschützten Platz im Nest.
Und dann ist es geschafft:
Das Ei ist gelegt!
🔵 So funktioniert's
Eigelb → Eiweiß → Schalenhäute → feste Schale → Ei wird gelegt
🟢 Wusstest du schon?
Die Eierschale sieht ganz geschlossen aus. Unter dem Mikroskop erkennt man jedoch viele winzige Poren. Durch sie können Gase ausgetauscht werden.

So ist ein Hühnerei aufgebaut
Jetzt hält Lotti vorsichtig ein Ei in ihren Hufen.
"Da ist doch bestimmt nur Eigelb und Eiweiß drin, oder?"
Nicht ganz!
Ein Ei besitzt mehrere Bestandteile und jeder davon hat eine besondere Funktion.
Die Eierschale
Ganz außen liegt die feste Eierschale.
Sie schützt den Inhalt des Eis. Trotzdem ist sie nicht vollkommen luftdicht. In der Schale befinden sich viele winzige Poren.
Die Schalenhäute
Direkt unter der Schale befinden sich dünne Schalenhäute.
Sie bilden eine weitere Schutzschicht.
Die Luftkammer
Am stumpferen Ende des Eis befindet sich zwischen den Schalenhäuten eine Luftkammer.
Sie entsteht nach dem Legen, wenn das Ei abkühlt und sich sein Inhalt etwas zusammenzieht.
Das Eiklar
Das, was wir meistens Eiweiß nennen, heißt fachlich Eiklar.
Es enthält sehr viel Wasser und außerdem Proteine.
Bei einem befruchteten Ei dient es dem sich entwickelnden Küken unter anderem als Wasser- und Proteinquelle.
Der Dotter
Das gelbe Eigelb heißt fachlich Dotter.
Es enthält viele Nährstoffe und liefert einem sich entwickelnden Küken einen wichtigen Teil seiner Nahrung.
Die Hagelschnüre
Die weißen, gedrehten Stränge heißen Hagelschnüre.
Sie helfen dabei, den Dotter im Inneren des Eis in seiner Position zu halten.
❤️ Lotti erklärt
Ein Ei besteht aus viel mehr als nur Schale, Eigelb und Eiweiß. Seine verschiedenen Bestandteile schützen und versorgen einen möglichen Embryo.
🟡 Lottis Merksatz
Schale, Häute, Eiklar und Dotter bilden zusammen ein erstaunliches kleines Paket.

Warum sind manche Eier braun und andere weiß?
Jetzt möchte Lotti es genau wissen.
"Wenn es nicht einfach am Ohr liegt, wer bestimmt dann eigentlich die Farbe?"
Die Antwort steckt vor allem in Henriettes Genen.
🧬 Die Hühnerrasse spielt eine wichtige Rolle
Welche Eierschalenfarbe eine Henne legen kann, ist genetisch festgelegt.
Deshalb legen bestimmte Hühnerrassen typischerweise weiße Eier, andere braune und wieder andere beispielsweise bläuliche oder grünliche Eier.
🎨 Wie bekommt die Schale ihre Farbe?
Die Kalkschale entsteht zunächst während der Reise des Eis durch den Eileiter.
Bei braunen Eiern werden Farbstoffe während der Schalenbildung vor allem auf den äußeren Bereichen der Schale abgelagert.
Bei manchen Hühnerrassen können andere Farbstoffe dafür sorgen, dass die Schale bläulich oder grünlich erscheint.
🥚 Ist ein braunes Ei gesünder als ein weißes?
Nein.
Die Farbe der Schale sagt nicht automatisch etwas darüber aus, ob ein Ei gesünder, leckerer oder hochwertiger ist.
Ein braunes Ei ist also nicht grundsätzlich "besser" als ein weißes.
🟢 Wusstest du schon?
Es gibt nicht nur weiße und braune Hühnereier. Je nach genetischer Veranlagung können Hühner auch Eier mit bläulichen oder grünlichen Schalen legen.
Lotti staunt.
"Dann ist ein Eierkorb ja fast wie eine kleine Farbpalette!"
🟡 Lottis Merksatz
Ob ein Ei weiß, braun, blau oder grünlich wird, hängt vor allem von den Genen des Huhns ab.







🐓 Hallo, ich bin Kalle!
"Kikerikiii!" – wer ruft denn da so laut über den Bauernhof?
Lotti schaut sich neugierig um und entdeckt Kalle, den Hahn.
Kalle gehört wie Henriette zu den Haushühnern. Während Henriette eine Henne ist, ist Kalle ein Hahn, also ein erwachsenes männliches Huhn.
Typisch für viele Hähne sind ein auffälliger Kamm, rote Kehllappen, lange gebogene Schwanzfedern und oft Sporen an den Läufen. Wie stark diese Merkmale ausgeprägt sind, hängt auch von der Hühnerrasse ab.
🟢 Wusstest du schon?
Hähne können ganz unterschiedlich aussehen. Es gibt große und kleine, bunte und eher einfarbige Hühnerrassen.
🟡 Lottis Merksatz
Kalle ist ein Hahn und jeder Hahn kann ein bisschen anders aussehen.
Doch eines fällt Lotti bei Kalle besonders auf:
"Warum krähst du eigentlich so laut, Kalle?"
🌅 Warum kräht Kalle?
"Kikerikiii!" – schon wieder hört Lotti Kalle über den Bauernhof krähen.
"Kalle, warum bist du eigentlich so laut?"
Kalle kräht nicht einfach nur, um den Morgen anzukündigen. Krähen ist eine Form der Kommunikation. Damit kann ein Hahn anderen Hähnen zeigen, dass er da ist und sein Revier markieren.
Und Kalle kräht keineswegs nur früh am Morgen. Auch tagsüber kann sein "Kikeriki" über den Bauernhof schallen.
Hähne nutzen außerdem verschiedene andere Laute, zum Beispiel um ihre Hühner auf Futter aufmerksam zu machen oder vor einer möglichen Gefahr zu warnen.
🟢 Wusstest du schon?
Hähne beginnen häufig schon vor oder rund um den Sonnenaufgang zu krähen. Ihre innere Uhr hilft ihnen dabei, sich am Tagesrhythmus zu orientieren.
🟡 Lottis Merksatz
Kalles Krähen ist seine Botschaft: "Hier bin ich!" – und das nicht nur am Morgen.
❓ Lotti fragt:
"Dann kannst du also auch mittags krähen, Kalle?"
🐓 Was macht Kalle den ganzen Tag?
Lotti beobachtet Kalle schon eine ganze Weile.
"Du krähst, suchst Futter und bist ständig unterwegs. Hast du eigentlich nie Pause?"
Kalles Tag beginnt meist früh. Gemeinsam mit den Hennen sucht er nach Futter, scharrt im Boden und erkundet seine Umgebung.
Dabei hält Kalle immer wieder aufmerksam Ausschau. Entdeckt er etwas Interessantes oder eine mögliche Gefahr, kann er mit verschiedenen Lauten darauf aufmerksam machen.
Auch Gefiederpflege gehört dazu. Wie Henriette nimmt Kalle gern ein Staub- oder Sandbad.
Wenn es dunkel wird, kehrt Ruhe ein. Kalle sucht sich zusammen mit den anderen Hühnern einen Platz auf der Sitzstange und verbringt dort die Nacht.
🟢 Wusstest du schon?
Hähne und Hennen verbringen einen großen Teil ihres Tages mit Futtersuche, Bewegung, Gefiederpflege und dem Zusammenleben in ihrer Gruppe.
🟡 Lottis Merksatz
Kalles Tag besteht aus viel mehr als Krähen – er sucht Futter, beobachtet seine Umgebung, pflegt sein Gefieder und lebt gemeinsam mit seiner Hühnergruppe.
🐓 Passt Kalle auf seine Hühner auf?
Lotti sieht, wie Kalle plötzlich stehen bleibt und aufmerksam zum Himmel schaut.
"Was hast du denn entdeckt, Kalle?"
Ein Hahn kann innerhalb seiner Hühnergruppe aufmerksam die Umgebung beobachten. Bemerkt Kalle etwas Verdächtiges, kann er mit besonderen Warnlauten reagieren. Die anderen Hühner werden dadurch aufmerksam und können Schutz suchen.
Aber Kalle ist nicht den ganzen Tag ein "Wachmann". Auch er sucht Futter, ruht sich aus, pflegt sein Gefieder und beschäftigt sich mit den anderen Hühnern.
🟢 Wusstest du schon?
Hühner besitzen verschiedene Rufe. Je nach Situation können sie zum Beispiel vor einer möglichen Gefahr warnen oder auf Futter aufmerksam machen.
🟡 Lottis Merksatz
Kalle kann seine Hühner vor einer möglichen Gefahr warnen seine Rufe helfen der Gruppe, miteinander zu kommunizieren.
🌽 Warum ruft Kalle die Hühner zum Futter?
Kalle scharrt aufgeregt im Boden. Plötzlich gibt er besondere Laute von sich.
Henriette kommt neugierig angelaufen.
"Hast du etwa etwas Leckeres gefunden?", fragt Lotti.
Tatsächlich! Entdeckt ein Hahn interessantes Futter, kann er die Hennen mit bestimmten Futterrufen und Bewegungen darauf aufmerksam machen. Dabei pickt oder scharrt er zum Beispiel am Boden und zeigt so, wo es etwas zu entdecken gibt.
Dieses Verhalten gehört zur Kommunikation innerhalb der Hühnergruppe.
🟢 Wusstest du schon?
Hühner verständigen sich nicht nur durch Krähen und Gackern. Sie besitzen verschiedene Laute für unterschiedliche Situationen.
🟡 Lottis Merksatz
Findet Kalle etwas Fressbares, kann er die Hühner darauf aufmerksam machen – mit Lauten und Bewegungen.
🐣 Braucht Henriette Kalle für ein Küken?
Lotti schaut auf Henriettes frisch gelegtes Ei.
"Henriette kann auch ohne Kalle Eier legen. Aber wie kann daraus eigentlich ein Küken werden?"
Zum Eierlegen braucht Henriette keinen Hahn. Soll sich aber ein Küken entwickeln, muss die Eizelle von einem Hahn befruchtet worden sein.
Hier kommt Kalle ins Spiel: Bei der Paarung können Samenzellen des Hahns die Eizelle der Henne befruchten. Erst aus einem befruchteten Ei kann sich unter den richtigen Brutbedingungen ein Küken entwickeln.
Wird das Ei anschließend ausreichend warm bebrütet, wächst der kleine Embryo im Ei heran. Bei Haushühnern dauert es normalerweise etwa 21 Tage bis zum Schlupf.
🟢 Wusstest du schon?
Ein Ei aus dem Nest enthält also nicht automatisch ein Küken. Viele gelegte Eier sind unbefruchtet.
🟡 Lottis Merksatz
Für ein Ei braucht Henriette Kalle nicht – für ein befruchtetes Ei, aus dem ein Küken entstehen kann, braucht es einen Hahn.
🐓 Kalle oder Henriette – Hahn oder Henne?
Lotti schaut zwischen Kalle und Henriette hin und her.
"Ihr seid beide Hühner, aber woran erkenne ich eigentlich Hahn und Henne?"
Kalle ist ein Hahn, also ein erwachsenes männliches Huhn. Henriette ist eine Henne, also ein erwachsenes weibliches Huhn.
Bei vielen Hühnerrassen lassen sich Unterschiede erkennen. Hähne sind häufig größer und kräftiger, haben oft einen auffälligeren Kamm und Kehllappen sowie längere, gebogene Schwanzfedern. Viele erwachsene Hähne besitzen außerdem deutlich ausgeprägte Sporen an den Läufen.
Hennen wirken bei vielen Rassen etwas unauffälliger und legen die Eier.
Aber Achtung: Nicht jede Hühnerrasse sieht gleich aus! Deshalb sind nicht alle Unterschiede bei jedem Hahn und jeder Henne gleich deutlich.
🟢 Wusstest du schon?
Kamm, Kehllappen und Sporen gibt es nicht ausschließlich beim Hahn. Auch Hennen können sie besitzen, häufig sind sie bei ihnen nur weniger stark ausgeprägt.
🟡 Lottis Merksatz
Kalle ist der Hahn und Henriette die Henne – beide gehören zu den Haushühnern, können aber unterschiedlich aussehen.