2. Was wächst auf unseren Feldern?

🌽 Was ist Mais?

Lotti steht mit Bauer Benn am Feld und schaut an den hohen Pflanzen hinauf.

"Bauer Benn, ist Mais eigentlich auch Getreide?"

"Ja, Lotti! Mais gehört wie Weizen, Roggen, Gerste und Hafer zur Familie der Süßgräser und ist eine Getreideart."

Mais ist eine einjährige Pflanze. Er wird im Frühjahr ausgesät und braucht viel Wärme, um gut zu wachsen. Im Laufe des Sommers können die Pflanzen je nach Sorte und Bedingungen mehrere Meter hoch werden.

Besonders auffällig sind die Maiskolben. An ihnen sitzen viele Maiskörner dicht nebeneinander. Die Körner sind häufig gelb – es gibt aber auch Sorten mit weißen, roten, blauen oder andersfarbigen Körnern.

❤️ Lotti erklärt

"Mais ist also wirklich Getreide, auch wenn seine Körner nicht in einer Ähre sitzen, sondern an einem Kolben!"

🟢 Wusstest du schon?

Mais stammt ursprünglich aus Amerika. Schon vor mehreren Tausend Jahren wurde er dort von Menschen angebaut. Heute gehört Mais zu den wichtigsten Nutzpflanzen der Welt.

🟡 Lottis Merksatz

Mais ist ein Getreide. Er wächst hoch, bildet Kolben mit vielen Körnern und kann ganz unterschiedlich genutzt werden. 🌽






🌽 Wie ist Mais aufgebaut?

Lotti steht mit Bauer Benn vor einer hohen Maispflanze und schaut nach oben.

„Wow, Bauer Benn! Die ist ja riesig. Welche Teile gehören eigentlich zu einer Maispflanze?“

Eine Maispflanze besteht aus mehreren wichtigen Teilen. Ganz unten befinden sich die Wurzeln. Sie verankern die Pflanze im Boden und nehmen Wasser und Nährstoffe auf.

Der kräftige Stängel trägt die Pflanze. An ihm wachsen die langen Blätter, die Sonnenlicht einfangen und damit bei der Herstellung von Energie für die Pflanze helfen.

Ganz oben sitzt die Fahne. Das ist der männliche Blütenstand der Maispflanze. Dort entsteht der Pollen, der vom Wind weitergetragen wird.

Weiter unten am Stängel sitzen die weiblichen Blütenstände, aus denen sich nach erfolgreicher Bestäubung und Befruchtung die Maiskolben entwickeln. Aus ihnen ragen lange, feine Narbenfäden heraus – die „Haare“ des Maises.

❤️ Lotti erklärt

„Jetzt weiß ich: Die Fahne oben bildet den Pollen – und weiter unten wachsen später die Maiskolben!“

🟢 Wusstest du schon?

Jeder Narbenfaden gehört zu einer einzelnen Samenanlage. Wird sie erfolgreich befruchtet, kann daraus ein Maiskorn entstehen.

🟡 Lottis Merksatz

Wurzeln, Stängel, Blätter, Fahne und Kolben mit Narbenfäden – jeder Teil der Maispflanze hat eine wichtige Aufgabe. 🌽

🌽 Warum hat Mais "Haare"?

Lotti schaut sich einen Maiskolben ganz genau an.

"Bauer Benn, warum hat der Mais denn so viele Haare?"

"Das sind keine richtigen Haare, Lotti. Sie heißen Narbenfäden – und sie haben eine sehr wichtige Aufgabe!"

Die Narbenfäden gehören zum weiblichen Blütenstand der Maispflanze. Jeder einzelne Faden führt zu einer Samenanlage am späteren Kolben.

Oben an der Maispflanze wächst die Fahne. Sie bildet Pollen, der hauptsächlich vom Wind verbreitet wird. Landet ein Pollenkorn auf einem Narbenfaden, wächst daraus ein winziger Pollenschlauch durch den Faden bis zur Samenanlage. Dort kann die Befruchtung stattfinden.

Aus einer erfolgreich befruchteten Samenanlage entwickelt sich anschließend ein Maiskorn.

❤️ Lotti erklärt

"Die Maishaare helfen also dabei, dass die vielen Maiskörner entstehen können!"

🟢 Wusstest du schon?

Zu jedem möglichen Maiskorn gehört ein eigener Narbenfaden. Deshalb schauen aus einem jungen Kolben so unglaublich viele "Haare" heraus.

🟡 Lottis Merksatz

Die "Haare" des Maises heißen Narbenfäden. Sie fangen Pollen auf und sind wichtig für die Entstehung der Maiskörner. 🌽




🌽 Wie wird Mais geerntet?

Lotti schaut auf das große Maisfeld.
"Bauer Benn, wie bekommt ihr den ganzen Mais eigentlich vom Feld?"

"Das kommt darauf an, wofür wir den Mais brauchen, Lotti. Silomais und Körnermais werden unterschiedlich geerntet."

Für Silomais kommt der Feldhäcksler zum Einsatz. Er schneidet die Maispflanzen ab und häckselt sie klein. Das Häckselgut wird auf Anhänger geladen und zum Silo gebracht. Dort wird es gut verdichtet und anschließend luftdicht abgedeckt. Durch die Gärung entsteht Maissilage, die vor allem als Futtermittel für Rinder genutzt wird.

Bei Körnermais ist es anders. Hier sollen vor allem die reifen Maiskörner geerntet werden. Ein Mähdrescher mit passendem Maispflückvorsatz nimmt die Kolben auf und trennt die Körner heraus. Anschließend werden die Körner gereinigt und bei Bedarf getrocknet, bevor sie gelagert werden.

❤️ Lotti erklärt

"Jetzt verstehe ich! Beim Silomais wird ein großer Teil der Pflanze gehäckselt. Beim Körnermais geht es vor allem um die reifen Körner."

🟢 Wusstest du schon?

Der Erntezeitpunkt ist unterschiedlich: Silomais wird geerntet, wenn die Pflanze noch genügend Feuchtigkeit für eine gute Silierung besitzt. Körnermais bleibt länger auf dem Feld, damit die Körner weiter ausreifen und trockener werden.

🟡 Lottis Merksatz

Silomais wird gehäckselt und zu Silage. Beim Körnermais werden die reifen Körner geerntet. 🌽

🌱 Wie wächst Mais?

Lotti schaut auf die kleinen Maiskörner in Bauer Benns Hand.

"Aus so einem kleinen Korn wird wirklich eine riesige Maispflanze?"

"Ja, Lotti! Und dafür braucht der Mais vor allem Wärme, Wasser, Nährstoffe und Sonnenlicht."

Im Frühjahr werden die Maiskörner in den Boden gesät. Wenn der Boden warm genug ist und das Korn Wasser aufnimmt, beginnt es zu keimen. Zuerst wachsen die Wurzeln, dann erscheint der junge Keimling über der Erde.

Nun wächst die Maispflanze immer weiter. Sie bildet einen kräftigen Stängel und viele lange Blätter. Im Sommer können manche Maissorten mehrere Meter hoch werden.

Später bildet die Pflanze ihre Blüten. Oben befindet sich die männliche Blüte, die Fahne, die Pollen freisetzt. Weiter unten entstehen die weiblichen Blütenstände, aus denen sich nach der Bestäubung die Maiskolben entwickeln. Die feinen "Haare" am Kolben heißen Narbenfäden – jeder von ihnen ist mit einer Samenanlage verbunden.

Nach und nach wachsen und reifen die Maiskörner. Wann der Mais geerntet wird, hängt davon ab, wofür er verwendet werden soll.

❤️ Lotti erklärt

"Vom kleinen Maiskorn bis zur großen Pflanze passiert also eine ganze Menge!"

🟢 Wusstest du schon?

An warmen Sommertagen kann Mais unter guten Bedingungen mehrere Zentimeter am Tag wachsen.

🟡 Lottis Merksatz

Mais wird im Frühjahr gesät, wächst im Sommer kräftig und bildet Kolben mit vielen Maiskörnern. 🌽

🌽 Warum hat Mais einen Kolben?

Lotti schaut sich einen Maiskolben ganz genau an.

„Bauer Benn, warum wachsen die Maiskörner eigentlich auf einem Kolben?“

Der Maiskolben entsteht aus dem weiblichen Blütenstand der Maispflanze. Dort sitzen viele einzelne Blüten. Aus ihnen können nach der Bestäubung und Befruchtung die Maiskörner entstehen.

Oben an der Maispflanze befindet sich die Fahne. Sie bildet den Pollen, der vom Wind zu den feinen Narbenfäden getragen wird. Landet ein Pollenkorn auf einem Narbenfaden, kann daraus nach erfolgreicher Befruchtung ein Maiskorn entstehen.

Die Körner wachsen dicht nebeneinander am Kolben. Außen werden sie von den Hüllblättern umgeben und geschützt.

❤️ Lotti erklärt

„Jetzt verstehe ich! Der Kolben ist der Ort, an dem ganz viele Maiskörner gemeinsam wachsen.“

🟢 Wusstest du schon?

Jeder Narbenfaden gehört zu einer Samenanlage. Deshalb führen die vielen feinen „Maishaare“ zu den Stellen, an denen später die einzelnen Körner entstehen können.

🟡 Lottis Merksatz

Am Maiskolben entstehen nach Bestäubung und Befruchtung viele Körner, die Hüllblätter schützen sie beim Heranwachsen. 🌽



🌽 Welche Maisarten gibt es?

Lotti schaut überrascht auf die verschiedenen Maiskolben.

„Bauer Benn, ist Mais denn nicht immer derselbe?“

„Nein, Lotti. Es gibt verschiedene Maistypen und Sorten, die für unterschiedliche Zwecke angebaut werden.“

Zuckermais ist wahrscheinlich vom Essen bekannt. Seine Körner werden geerntet, solange sie noch weich und süß sind.

Silomais wird vor allem als Futter für Tiere angebaut. Dabei wird fast die ganze Maispflanze gehäckselt, anschließend verdichtet und luftdicht gelagert. So entsteht Maissilage.

Bei Körnermais werden die ausgereiften, trockenen Körner geerntet. Sie können zum Beispiel als Futtermittel, für Lebensmittel oder zur Herstellung von Stärke und anderen Produkten verwendet werden.

Und dann gibt es noch Puffmais. Seine Körner besitzen besondere Eigenschaften: Beim Erhitzen entsteht im Korn Druck, bis die harte Schale aufplatzt – und daraus wird Popcorn! 🍿

❤️ Lotti erklärt

„Mais ist also nicht gleich Mais. Je nachdem, wofür er gebraucht wird, werden passende Sorten angebaut.“

🟢 Wusstest du schon?

Popcorn gelingt nicht mit jedem Mais. Dafür braucht man spezielle Puffmaissorten, deren Körner beim Erhitzen richtig aufpoppen können.

🟡 Lottis Merksatz

Zuckermais zum Essen, Silomais für Silage, Körnermais für viele verschiedene Produkte und Puffmais für Popcorn – Mais kann ganz unterschiedlich genutzt werden. 🌽

🌽 Was ist Maissilage?

Lotti beobachtet, wie der Feldhäcksler durch das Maisfeld fährt.

"Bauer Benn, warum wird der Mais denn so klein gehäckselt?"

"Daraus machen wir Maissilage, Lotti. Sie ist ein wichtiges Futtermittel, besonders für Rinder."

Für Maissilage wird ein großer Teil der Maispflanze geerntet und klein gehäckselt. Das Häckselgut kommt anschließend in ein Silo. Dort wird es gut verdichtet, damit möglichst wenig Luft darin bleibt. Danach wird das Silo luftdicht abgedeckt.

Nun beginnt die Milchsäuregärung: Milchsäurebakterien wandeln Zucker aus der Pflanze in Milchsäure um. Dadurch sinkt der pH-Wert und das Futter wird unter guten Bedingungen haltbar.

❤️ Lotti erklärt

"Das ist ein bisschen wie ein großer Futtervorrat: Der Mais wird gehäckselt, verdichtet und luftdicht gelagert."

🟢 Wusstest du schon?

Maissilage wird häufig an Rinder verfüttert. Sie liefert viel Energie. Damit die Tiere ausgewogen versorgt werden, wird ihre Futterration passend zusammengestellt.

🟡 Lottis Merksatz

Maissilage ist gehäckselter Mais, der verdichtet und luftdicht gelagert wird. Durch Milchsäuregärung wird er haltbar. 🌽


🌽 Was wird aus Mais gemacht?

Lotti staunt: "Bauer Benn, aus Mais kann man ja viel mehr machen als nur Maiskolben!"

Das stimmt! Mais ist ein echtes Allround-Talent. Je nach Maissorte und Verwendung entstehen daraus ganz unterschiedliche Produkte.

Für uns Menschen gibt es zum Beispiel Maismehl, Maisgrieß, Polenta, Cornflakes und Popcorn. Auch Maisöl wird aus Teilen des Maiskorns gewonnen.

Mais spielt außerdem bei der Tierfütterung eine wichtige Rolle. Als Maissilage oder Körnermais liefert er vor allem Rindern und anderen Nutztieren Energie. Bei der Herstellung von Maisstärke und Maisöl entstehen außerdem Nebenprodukte, die als Futtermittel genutzt werden können.

Aber Mais kann noch mehr: Maisstärke wird beispielsweise in Lebensmitteln und technischen Produkten eingesetzt. Bestandteile des Maises können auch bei der Herstellung bestimmter Biokunststoffe, Papierprodukte oder Kosmetik eine Rolle spielen.

Sogar zur Energiegewinnung kann Mais genutzt werden. Pflanzenteile können in Biogasanlagen vergoren werden. Aus der Stärke der Maiskörner lässt sich außerdem Bioethanol herstellen, das bestimmten Kraftstoffen beigemischt werden kann.

❤️ Lotti erklärt

"Wow! Mais kann auf unserem Teller landen, Tiere füttern und sogar zur Herstellung von Energie und anderen Produkten genutzt werden."

🟢 Wusstest du schon?

Nicht jeder Mais wird für alles verwendet. Landwirte bauen unterschiedliche Maissorten passend zum Verwendungszweck an.

🟡 Lottis Merksatz

Aus Mais entstehen Lebensmittel, Futtermittel, Energie und viele Produkte für unseren Alltag – ein echtes Allround-Talent! 🌽

🌼 Was ist Raps?

Lotti staunt über das leuchtend gelbe Feld.

"Bauer Benn, warum ist das ganze Feld plötzlich so gelb?"

"Das ist Raps, Lotti! Eine wichtige Nutzpflanze, die im Frühjahr wunderschön gelb blüht."

Raps gehört zur Familie der Kreuzblütler. Seine kleinen gelben Blüten haben vier Blütenblätter und bieten während der Blüte vielen Insekten Nektar und Pollen.

Nach der Blüte entwickeln sich längliche Schoten. Darin reifen viele kleine, dunkle Rapssamen heran. Diese Samen enthalten viel Öl. Daraus wird unter anderem Rapsöl hergestellt.

❤️ Lotti erklärt

"Jetzt weiß ich: Erst blüht der Raps gelb und später wachsen aus den Blüten Schoten mit vielen kleinen Samen!"

🟢 Wusstest du schon?

Bei uns wird überwiegend Winterraps angebaut. Er wird schon im Spätsommer ausgesät, überwintert als junge Pflanze und blüht im nächsten Frühjahr.

🟡 Lottis Merksatz

Raps blüht gelb, bildet Schoten mit kleinen Samen und aus den Samen kann Rapsöl gewonnen werden. 🌼






🌼 Wie wächst Raps?

Lotti schaut über das Feld. "Bauer Benn, der Raps blüht im Frühjahr so schön gelb. Aber wann beginnt er eigentlich zu wachsen?"

"Schon viel früher, Lotti! Der bei uns häufig angebaute Winterraps wird bereits im Spätsommer ausgesät."

Aus den kleinen Rapssamen wachsen zunächst junge Pflanzen. Im Herbst bilden sie mehrere Blätter und eine Blattrosette dicht über dem Boden. So gehen sie in den Winter.

Raps ist ziemlich winterhart. Die jungen Pflanzen bleiben über den Winter auf dem Feld und beginnen im Frühjahr kräftig weiterzuwachsen. Der Stängel streckt sich nach oben und schließlich erscheinen die vielen gelben Blüten.

Nach der Blüte entwickeln sich daraus Schoten. In ihnen wachsen die kleinen Rapssamen heran. Im Sommer werden die Pflanzen reif und die Samen trocken – dann kann der Raps mit dem Mähdrescher geerntet werden.

❤️ Lotti erklärt

"Jetzt verstehe ich! Der Raps beginnt seine Reise schon im Spätsommer, macht eine Winterpause und wächst im Frühjahr weiter."

🟢 Wusstest du schon?

Neben Winterraps gibt es auch Sommerraps. Er wird im Frühjahr ausgesät. In Deutschland wird jedoch hauptsächlich Winterraps angebaut.

🟡 Lottis Merksatz

Winterraps wird im Spätsommer gesät, überwintert als junge Pflanze, blüht im Frühjahr gelb und wird im Sommer geerntet. 🌼

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